SNH -2: Nachhaltigkeit beginnt im Kopf

Shownotes

Was, wenn der vermeintlich nachhaltige Mensch gar nicht nachhaltiger lebt?
Und was, wenn die Welt besser dasteht, als die Schlagzeilen vermuten lassen?

In dieser Folge hinterfragen wir zwei weit verbreitete Annahmen:
Woran erkennt man nachhaltige Menschen wirklich?
Warum fühlen sich viele Krisen grösser an, als sie tatsächlich sind?

Wir sprechen über Konsum, CO₂, Wahrnehmungsverzerrungen, Medien und die Frage, weshalb unser Gehirn oft stärker auf Probleme als auf Fortschritt fokussiert.

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00:00:01: Ja Bogdan, hoi!

00:00:02: Wie geht's?

00:00:03: Hallo Silvan, gut und dir?

00:00:04: Tief top.

00:00:05: Legen wir gerade los, was meinst du?

00:00:07: Ja

00:00:07: ich würde sagen oder...

00:00:08: Yes, du bist dran mit dem ersten Thema.

00:00:10: Das

00:00:10: mal bin ich dran und ja irgendwie bin ich noch nicht sicher ob es schon schwieriger Fall Themen zu finden.

00:00:16: wenn irgendwie die, die ich auch wollen wie würde ich jetzt am Anfang machen?

00:00:19: dann wird sich ein bisschen schwieriger werden.

00:00:21: Ja

00:00:21: wirklich spannend.

00:00:22: Muss

00:00:22: halt kreativ werden genau.

00:00:25: Ja um Silvan nehme ich die Folge mit der Einfache Frage oder vielleicht auch nicht so eine einfache Frage.

00:00:32: Ja, bist du nachhaltig?

00:00:34: Ob ich nachhaltige bin?

00:00:36: Nein... Interessant!

00:00:41: Also ja, nein, nein.

00:00:44: Ich würde von mir das Gleiche behaupten also nicht dass ich mega-nachhaltig bin.

00:00:47: Vielleicht weiss ich wie man die Nachhaltung leben kann aber vielleicht lebe ich das nicht so unbedingt wie man sich das vorstellt.

00:00:55: Aber genau geht und das geht es heute.

00:00:57: Wie sieht Nachhaltigkeit aus?

00:01:00: Oder wer ist nachhaltiger und wer nicht?

00:01:03: Für das habe ich zwei Personen erstellt, die wir anschauen.

00:01:07: Die zwei Personen sind natürlich verschieden und dann schauen wir mal ob die eine Person nachhaltiger lebt als die andere oder eben nachhaltig erlebt ist.

00:01:17: Da muss man ja auch nachhaltiges sehen nicht nur ausgesehen werden mehr nachhaltige.

00:01:22: Und ja, aber diese zwei Personen haben es erstellt und wir fangen mal bei der Person eins an.

00:01:26: Ich habe jetzt keine Namen gegeben nicht dass sich jemanden benachteiligt fühlt.

00:01:32: Die Person Ais lebt in einer kleinen Wohnung, hat eine BMW.

00:01:36: Also Auto und also alte BMW fahren immer mit dem zu arbeiten.

00:01:40: Diese Person interessiert sich für Autos und gerade geht ihr Freizeit gerne an die Tuning-Treffen um die Umgebung.

00:01:47: Die Person ist Fleisch und gönnt sich zwischendurch einmal ein Pizza oder Döner vom Takeaway.

00:01:54: Sonst kauft sie gern im Aldi oder im Lidl.

00:01:56: Und mehr oder weniger lebt diese Person sparsam!

00:02:00: Es gibt keine Sachen, die sie nicht brauchen.

00:02:03: Aber ja genau... Sie ist eher ein konservativer Wähler und in der Freizeit geht es sich gerne... ...oder in der Ferie geht's sich gerne nicht bergen, gehen wandern, Familie absuchen usw.

00:02:15: Nehmen wir noch diese zweite Person.

00:02:19: Die zweite Person lebt auch alleine In einer nachhaltigen Bau-Zimmerwohnung, in der Aglomeration.

00:02:28: Um sich fortzubewegen nutzt diese Person eines von ihnen fünf Vellos Oder halt der ÖFO, wenn sie die Familie gegen besuchen.

00:02:35: In der Freizeit engagiert sich diese Person im Gartenverein und in den Vereinen für nachhaltige Entwicklung in Afrika.

00:02:42: Für das reisst sie auch zweimal pro Jahr nach Afrika.

00:02:45: Die Person hofft nur Bioprodukt und Wendfleisch dann nur vom lokalen Metzger.

00:02:51: Wir respektive von dem lokalem Bauern.

00:02:54: Und ab und zu hoffen die Personen ein wenig zu viele Sachen.

00:02:58: Vor allem Lebensmittel, was halt zum Tele muss vorgeschossen werden.

00:03:02: Die Person Welt grünen und in den Ferien ist sie gerne mit dem Zug unterwegs.

00:03:08: Manchmal ist sie endlich im Jahr oder so gerne noch mit einem Flugzeug wo andersher ein bisschen ... In einer anderen Kultur um die jetzt entdecken.

00:03:18: Und ja, Silvan jetzt einfach so deine ersten Gedanken wer ist nachhaltiger?

00:03:25: Oder was meinst du?

00:03:27: Ja, spannend!

00:03:30: Spannende Stereotypen, die du da verdient hast.

00:03:36: Wer ist Nachhaltiger?

00:03:37: Für mich ist das zuerst die Frage, was nachhaltig heisst.

00:03:40: Haben wir schon etwas angeschaut?

00:03:41: aber... Ja man kann zum Beispiel den ökologischen Fussabdruck anschauen.

00:03:47: Man kann CO²-Bilanz anschauen dann ist Person A oder Person Eis also klar nachhaltiger unterwegs Wenn man den öko-logisch Handabdruck anschaut.

00:03:59: Ich bin mir nicht sicher, wer nachhaltiger unterwegs ist.

00:04:03: Aber ich glaube es ist ganz fest... Also ja wie immer ist das eine Definitionssache.

00:04:07: Aber so klassisch ökologisch Fussabdruck, CO²-Abdruck Persona ist nachhaltig.

00:04:15: Ja also genau, ich weiss es nicht oder?

00:04:19: Die Personen haben mich mal aufgestellt um das vielleicht aufzuzeigen dass man es nicht einfach so sagen kann was die Person macht.

00:04:28: Aber was macht eine Person nachhaltig?

00:04:33: Oder was sind die Grundprinzipien, die eventuell eine Nachhaltigkeit führen?

00:04:39: Die hast du sicher schon gehört.

00:04:41: Drei Prinzipien.

00:04:43: Suffizienz, Konsistenz und Effizienzen.

00:04:47: Ist mir

00:04:47: ein Begriff.

00:04:49: Genau, jetzt werde ich im Studium schon, aber vorher war man so nie bekannt.

00:04:54: Wenn er gegen den Voraus ging in Grün wäre ... Vielleicht ein Elektroauto hat, wer mit dem Velo gegen den Schrafen keinen Plastikröhrchen braucht und so weiter.

00:05:03: Aber es ist schon endlich herausgestellt, dass das nicht immer so ist.

00:05:08: Genau, und ich will kurz auf diese drei Grundprinzipien eingehen, die halt wichtig sind.

00:05:16: Eines der sehr wichtigsten ist die Effizienz.

00:05:19: Und da geht's darum wie ich annehme mit dem, was ich am meisten daraus mache.

00:05:24: Das Ziel ist eigentlich für ... und für einen gleichen Nutzen weniger Ressourcen zu verbrauchen.

00:05:31: Das wäre ein gutes Beispiel dafür, LED-Sparlampen, also immer noch leicht, aber es kostet oder braucht viel weniger Strom oder mehr effiziente Wäschmaschinen, die viel weniger Wasser gebraucht

00:05:44: usw.,

00:05:44: d.h.

00:05:45: wir nutzen die gleichen Ressoursen, die wir haben, aber brauchen halt viel weniger davon, was zum anderen Resultat führt.

00:05:56: Was ist die Gefahr von Effizienz?

00:05:59: Der Rebound-Effekt.

00:06:00: Genau, der Rebound Effect.

00:06:01: Das heisst wenn ich eine Lampe habe, die viel weniger Strom braucht, kann ich mir halt drei zulegen und dann bin ich so sagen...

00:06:10: Sie sind immer alle da oder?

00:06:12: Oder

00:06:13: das genau.

00:06:14: Und es führt somit mehr oder weniger zum gleichen Verbrauch wie eine normale konventionelle Glühbirne.

00:06:23: Danach kommen wir zur Suffizienze.

00:06:26: Wie viel Brauche ich wirklich?

00:06:28: Das ist etwas sehr Wichtiges, vor allem in unserer heutigen Zeit, wo wir im Überfluss leben.

00:06:33: Wir wissen ja, dass alle das Meste haben, was wir eigentlich mit so brauchen würden.

00:06:39: Und eben da ist genau die Frage, da gibt es um Genügesamkeit.

00:06:42: oder kann nicht durch Verzicht oder der bewussten Konsum zum Beispiel weniger Fleisch oder weniger Flügen den Ressourcenverbrauch reduzieren Und das unabhängig von der Effizienz, die wir geredet haben.

00:06:59: Das heisst... Man sagt immer, dass es blöde Fleischspiel spielt, aber man kann sich jeder etwas darunter vorstellen.

00:07:06: Aber man muss jetzt übertreiben fünfmal am Tag Fleisch essen oder längst wenn ich es eine Woche mache.

00:07:13: Überleben tut man so?

00:07:14: Es ist vielleicht ein bisschen vom Komfort zu anderen.

00:07:19: Was brauchst du wirklich?

00:07:20: Also es geht wohl um was, was brauchst Du

00:07:21: wirklich?

00:07:22: Du brauchst

00:07:23: fünf Fans in jedem Zimmer von Hause ein oder langt eine.

00:07:26: Genau, das geht es.

00:07:28: Wir haben noch das Prinzip für die Konsistenz.

00:07:32: Wie kann ich im Einklang mit der Natur wirtschaften?

00:07:37: Es geht darum, dass man den Stoffströmen ... Also Wirtschaft schaffen will, die natürliche Kreisläufe nicht zu behindern.

00:07:48: D.h.,

00:07:48: dass man konsistent ist mit dem, was man hat und nicht dass man zusätzlich zusätzliche Ressourcen nutzen müssen, die in diesem Sinn nicht natürlich sind.

00:08:00: Da gibt es zum Beispiel erneuerbare Energien, dass man halt diese nutzt statt die fossilen allgemeinen Kreislaufwirtschaft.

00:08:08: Dass man so Sachen wieder braucht, dass wir das recycelt und so lange gebraucht wie möglich.

00:08:13: Und dass man selber im Kreislof behaltet oder Bio-Landwirtschaft, auch hier zum Teil etwas kontrovers gesehen kann mit der Welt ernähren, mit bio oder nicht.

00:08:24: Aber ja, genau um solche Dinge geht es.

00:08:25: Es ist eher ein systemischer Ansatz und es passiert viel auf Innovationen und die Natur als Vorbild nehmen wie man das Naturen umsetzt und der Natur selbst schadet.

00:08:40: Zusammengefasst kann man sagen dass kein von diesen Prinzipien alleine lenkt um nachhaltig zu sein.

00:08:45: Das ist eine Kombination von allem also dass man genügsam lebt, dass man effizient lebt und dass man konsistent lebt im Sinne

00:08:55: aber

00:08:56: konsistent, also auch so weiterleben.

00:09:00: Nicht dass es Peaks gibt sondern dass man konstant weiterlebt und das führt schon sämtlich irgendwo durch.

00:09:07: Sondern eine Nachhaltigkeit, die verträglich ist.

00:09:10: Jetzt wollte ich diese Personas oder diese drei Prinzipien auf die Personas abbrechen wollen, die wir vorgestellt haben.

00:09:18: Wir haben ja die erste Person vorgestellt, gesagt ein konservativer Autofan.

00:09:22: Dann nehmen sie mal so... Und ja, wenn man schaut, Effizienz ist sehr niedrig.

00:09:27: Er verbraucht

00:09:28: es als Auto, der viel verbraucht.

00:09:30: Er isst viel Fleisch.

00:09:32: Er geht gerne nach Tuning treffen, was natürlich

00:09:37: ...

00:09:40: Die Autos sind nicht auf Effizience ausgelegt bei diesen Treffen oder so, wie man sich dafür interessiert.

00:09:48: Spars am Leben, aber er kommt bei Lidlo Aldi also durch den ökonomisch effizienten Leben.

00:09:53: Also er kommt günstig ein und bekommt dafür mehr oder weniger das Gleiche.

00:09:58: Die gleiche Anteil der Produkte.

00:10:00: Aber ja, beides oder?

00:10:06: Suffizienz ... Er lebt in einer kleinen Wohnung.

00:10:18: Er braucht nicht viel Platz und geht darum, ob ich wandere, er geht nicht mehr weit weg.

00:10:25: also er tut sich auf das Beschränken, was er hat, wo er eine Nähe hat und mehr braucht er nicht.

00:10:31: Auf der anderen Seite hat er halt einen hohen Fleischkonsum, ist das wirklich nötig oder nicht?

00:10:38: Ist halt nicht so sufficient eventuell.

00:10:41: Konsistenz und Kreislaufgedanken sind sehr niedrig.

00:10:45: Seine Lebensweise ist nicht vereinbar mit natürlichen Kreisläufen.

00:10:51: Aber er hat Alten für Brenner, alte BMWs die viel CO² aussteht usw.

00:10:59: Fazit zu Person eins Man sieht, es hat nachhaltige Ansätze.

00:11:03: Aber auf der anderen Seite auch nicht.

00:11:05: Darum kann man sagen, dass die Person nachhaltig lebt.

00:11:08: Nicht hundertprozent, aber auch nicht... ...nicht nachhaltiger.

00:11:14: Zweite Person?

00:11:15: Der Grüne Weltverbesserer?

00:11:17: Effizienz ist höch.

00:11:19: Er hat... er fährt mit dem Velo.

00:11:22: Aber

00:11:23: er hat fünf

00:11:23: Velos oder?

00:11:25: Suffiziens genau.

00:11:26: Kommen wir mal dazu.

00:11:29: Er lebt in einer riesigen Wohnung.

00:11:31: Ja, die ist nachhaltig gebaut und alles, aber er lebt alleine in so einer grossen Wohnung.

00:11:35: So viel Energie, das eigentlich verloren geht, ist wirklich nicht nötig.

00:11:40: Und ähm ... er schießt Essen weg zum Teil.

00:11:44: Ist ja nicht effizient also weder ökologisch noch ökonomisch.

00:11:48: Auf der anderen Seite eben Sufizienz.

00:11:50: Äh ... er ist nicht sehr suficient.

00:11:53: Er hat fünf Welle wie wir gesagt haben, er hat eine riesige Wohnung.

00:11:56: Braucht er das alles?

00:11:57: Nicht unbedingt!

00:11:59: Er geht viel nach Afrika.

00:12:00: Das braucht natürlich extrem viele Ressourcen, aber welchen Einfluss er hat auf die nachhaltige Entwicklung kann auch wieder positiv sein.

00:12:10: Aber auch das kann man nicht hundertprozent einschätzen und er hofft ab und zu zu viel.

00:12:16: was gesagt wurde ist nicht so sufficient und effizient genau.

00:12:24: Kreuzloft bedanken Er lebt bewusst, sagen wir es mal so.

00:12:28: Aber auch nicht hundert Prozent.

00:12:30: Er kommt bio und lokale.

00:12:33: Wenn man das essen muss, ist das nicht konsistent.

00:12:37: Das Fazit zur Person zwei.

00:12:40: Sie hat einen starken Ansatz in gewissen Bereichen aber die zeigen sich schlussendlich dass sie nicht hunderte Prozent nachhaltig sind.

00:12:49: Und zum Teil sehr ineffizient sein usw.

00:12:54: Vielleicht kann ich mit dem etwas aufzeigen Nachhaltung lebt, oder weil es aussieht als würde der nachhaltige Leben heisst noch lange nicht, dass die Person effektiv nachhaltig ist.

00:13:04: Und dann werden die drei Prinzipien mehr oder weniger einhalten, damit das zu einer gewissen Nachhaltigkeit führen kann.

00:13:13: Ja, das ist spannend!

00:13:15: Ich finde immer wieder spannend so viel Gleiches auch von... ja vielleicht in erster Linie nicht offensichtlich vollendeten Tatsachen wenn man es so mitnimmt.

00:13:25: Ich störe mich immer ein bisschen am Begriff Nachhaltigkeit, darum Scheissnachhaltigkeit.

00:13:34: Ja, spannend!

00:13:35: Schön!

00:13:37: Darum habe ich gefragt, bist du nachhaltig?

00:13:39: Aber eben... So einfach ist das nicht beantwortet, aber für dich

00:13:43: selbst sei es nicht

00:13:44: so sehr.

00:13:46: Voll!

00:13:47: Sehr gut!

00:13:49: Wenn du keine weitere Fragen hast zu diesem Thema, dann gehen wir doch zu deinem Thema wechseln.

00:13:54: Ja, ich hätte ganz viele Fragen und Aspekt zum Diskutieren.

00:13:58: Aber ich glaube mir, dass es für sie eben auf einen späteren Zeitpunkt

00:14:02: ist.

00:14:03: Weil sonst würde das ein wenig der Rahmen sprengen.

00:14:06: Ähm ja, kommen wir zu meinem Thema natürlich wieder etwas konträr, etwas in die andere Richtung ähnlich wie die, die ich jetzt schon hatte aber doch etwas anders.

00:14:21: Wenn man nachrichten schaut, dann könnte man meinen, wir stehen kurz vor dem Kollaps.

00:14:27: Aber stimmt das wirklich?

00:14:31: Ich habe drei Fragen für dich, Bobby.

00:14:33: Einfach wo du intuitiv beantworten kannst.

00:14:35: Dann nimmt mir wundert was deine Antwort ist.

00:14:38: Gerade so zu der Entwicklung in den letzten Jahrzehnten.

00:14:43: Was denkst du?

00:14:44: durchschnittliche weltweite Lebenserwartung?

00:14:47: Was ist es heute weltweit durchschnittlich Ehr-fünfzig, sechzig, siebenzig oder

00:14:53: achtzig Jahre.

00:14:54: Puh!

00:14:54: Ich würde jetzt zwischen sechszig und siebzig sagen...

00:14:57: Ja, Spannau?

00:14:59: Dann Anteil von Menschen in extremer Armut also wo in extroemer Armut leben.

00:15:05: Wie hat sich das in den letzten dreißig Jahren verändert gestiegen, gleichbleiben oder gesunken?

00:15:11: Die extreme Armut ist glaube weniger geworden.

00:15:14: Genau so würde ich es sagen ja.

00:15:16: Yes, genau.

00:15:17: Also die weltweite durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwas mehr als zwei siebenzeig, soweit ich weiss in keinem Land weltweit unter sechzig bin ja jetzt nicht hundertprozent sicher.

00:15:33: Extreme Armut hat sich massiv also ist massiv gesunken die letzten dreißig Jahre?

00:15:40: Ja du hast das ziemlich gut beantwortet.

00:15:43: und

00:15:44: die dritte Frage?

00:15:45: Spannend!

00:15:45: Habe ich gesagt habe ich drei Fragen?

00:15:47: Also machen wir nochmal eine Frage.

00:15:51: Danke.

00:15:53: Wie viele Menschen weltweit haben Zugang zu Elektrizität?

00:15:57: Was denkst du?

00:15:59: Der grösste ist sicher acht,

00:16:04: also mit Stromunterbrüchen und allem.

00:16:07: Aber ja, Zugreifen sind acht Personen würde ich meinen.

00:16:10: Ja aber es ist auch nicht schlecht.

00:16:11: Es sind über achtzehn Prozent.

00:16:13: Also es sind etwa neun Komma zwei von zehn Prozent, also zweieinizig Prozent.

00:16:17: Eigentlich fast alle.

00:16:21: Warum fühlt sich es trotzdem so an, als würden wir auf den Abgrund zu steuern?

00:16:27: Ich habe mir das mal durch den Kopf gelassen.

00:16:29: Ein bisschen Gedanken gemacht.

00:16:32: Ich habe hier gerade auch nochmal die Gelegenheit genutzt um noch einmal ein Buch anzuschauen was ich für mich sehr wertvoll empfunden habe.

00:16:41: Meine kurze Antwort ist... Die Welt wurde eigentlich stabiler, aber komplexer.

00:16:48: Stabiler im Sinne von Hey!

00:16:49: Es hat sich viel verbessert Wenn man Gesundheit anschaut, leben sich wartig.

00:16:55: Kindersterblichkeit ist extrem angegangen.

00:16:58: Zugang zu Bildung und Elektrizität.

00:17:01: Aber komplexer?

00:17:04: Früher hatte man weniger Informationen.

00:17:06: Man hatte lokale Probleme.

00:17:08: Vielleicht auch klare Feindbilder.

00:17:12: Heute wird man bombardiert mit Tour-Informationen.

00:17:17: Man hat globale Risiken ... nicht unbedingt nur ein lokaler Problem, sondern global zusammenhängen.

00:17:25: Dann den Social Media.

00:17:28: Vergleich ist sicher auch noch da.

00:17:31: Vielleicht sich mit den höher gestellten meistens oder einfach diejenigen, die mehr haben und ja fast eine moralische Durempörung herrscht.

00:17:43: Wir sind nicht überfordert weil alles schlimmer wird zum Teil überfordert, weil unsere innere Stabilität nicht im gleichen Mass gewachsen ist wie die äußere Komplexität.

00:17:57: Man hat viel Perspektiven und das habe ich schon gesagt.

00:18:04: Früher war es eigentlich ein Problem der Ernte, er macht sich Sorgen um die Ernte oder auch den Arbeitsplatz Und heute ist es vielleicht eher der Krieg, wo fünftausend Kilometer weit entfernt ist.

00:18:20: Ja... Ist da moralisch dabei?

00:18:22: Wirtschaftlich kommt mir auch etwas zu spüren und auch emotional klar.

00:18:28: Ja!

00:18:29: Wir haben äussere Herausforderungen.

00:18:33: Aber Panik ist meiner Meinung nach keine Strategie.

00:18:37: Innerer Stärke ist es.

00:18:40: Ich habe mir mal Gedanken gemacht, was es bedeutet innerlich stark sein.

00:18:45: Hättest du da gerade etwas, das dir bei dir auftaucht?

00:18:51: Resilienz?

00:18:52: Man hat

00:18:53: jetzt gesagt, dass man mit so Sachen umgeht und nicht bei jeder Hype-Sport-Schafgerät dreht oder Panik.

00:19:01: Ja, okay.

00:19:06: Für mich ist die innere Stärke.

00:19:11: Wie im Bild von einem Fels in der Brandung.

00:19:14: Der Fels ist hier, die Wellen kommen extrem stark auf den Fels ein, aber der Fels ... ... ist irgendwie beständiger.

00:19:24: Er lässt sich vielleicht schon etwas mitreißen, aber... Ich habe mir so ein paar Aspekte aufgeschrieben oder ja einfach mal überlegt und würde gerne durchgehen.

00:19:40: Das erste ist also du hast Ja, das Gespräch mit der Resilienz.

00:19:45: Also dass man wie nicht jede Schlagziele emotional miterlebt.

00:19:51: Nicht jede Krise ist unbedingt meine Krise.

00:19:55: So hart wie es ist, der Tod gehört zum Leben dazu.

00:20:01: Zweite Punkt, Ambivalenz.

00:20:03: Dass wir Ambivalenzen ja vielleicht auch eine gewisse Spanik aushalten.

00:20:08: Also zwei Sachen können gleichzeitig wahr sein... Technologie verbindet zum einen, aber es erhöht auch Polarisierung unter Vergleich.

00:20:18: Schwarz-weiss-denken, dass man mehr versucht die Farbe zu denken statt schwarze Weiß ist mir jetzt eingefallen.

00:20:26: so ein bisschen das Thema Ungleichheit.

00:20:29: da ist grosse Empörung um die böse Reichen.

00:20:36: ja vielleicht zum einen mag das zustimmen Mächtige Menschen haben zum Teil auch sehr viel Gutes zu einer Welt beiträgt.

00:20:48: Ich denke z.B.

00:20:50: an Elon Musk, der oft etwas abrangert wird aber Starlink ist.

00:20:54: meiner Meinung nach hat extrem viele Vorteile gerade auch in Ländern wo vielleicht ja politisch was schwierig ist und was brodelt dass dort den Zugang zum Internet oder zur Vernetzung nicht so einfach abgestellt werden.

00:21:11: Langfristig handeln?

00:21:12: Der nächste Punkt.

00:21:15: Also, dass man wie nicht impulsiv auf jede Krise reagiert und dass man nicht nur eine Symptome bekämpft.

00:21:27: Vielleicht wenn man merkt Nachrichten stresst mich, wäre kurzfristig es handeln, dass ich noch mehr möchte konsumieren, dass wir noch mehr nachrichten möchten mitbekommen, damit man einen gefühlt Kontrolle hat aber langfristig denkt wer es vielleicht reduzieren würde.

00:21:44: für mehr Resilienz Ja, Klassenheit und Offenheit.

00:21:49: noch als letzter

00:21:49: Punkt.

00:21:52: Was für mich funktioniert ist zum Teil so ein bisschen Informationspause machen.

00:21:57: Ich halte wenig von Nachrichten ausblenden Keine Nachrichten zu konsumieren Strickt keine Zeitungen zu lesen was immer.

00:22:07: ich finde das ist wichtig und gehört dazu.

00:22:11: Wichtig ist für mich einfach dass ich innerlich stabil bin.

00:22:13: wenn ich so schlimme zum teilen nachrichten wie Manchmal helfen wir Informationspause.

00:22:25: Die Fokus auf das Inneren, auf mein Nervensystem hilft Wissen.

00:22:31: Man merkt, wenn man gestresst ist und fragiler als anderen Zeitpunkt ist.

00:22:39: Was mir auch hilft, ist der Zwischenpunkt von Reiz-und-Reaktion.

00:22:45: Der Zwischeraum, den man ausschöpft.

00:22:48: Also wenn ich einen Reiz habe von einer Nachricht zum Beispiel und dann kommt gerade eine Höhung, dass sich wie versuche ich den Zwischenraum ein bisschen auszuweiten.

00:22:57: Dass ich dann bewusst kann eigentlich ja darauf vielleicht nicht reagieren aber ich mir bewusst bin was mit mir passiert.

00:23:07: Das gelingt mir vor allem durch Selbstbeobachtungen und natürlich in der wenigsten Fälle würde ich sagen Aber immer mehr Ja bewusste Auswahl von Informationen, dass weniger Shorts konsumiert werden, dass bewusst Nachrichten konsumieren.

00:23:26: Zum Beispiel mal eine Sonntagszeitung, in der man sich bewusst verschiedene Themen widmet.

00:23:30: Das hilft mir extrem und Verantwortung im eigenen Radius warne also dort wo ich auch wirklich wirklich habe.

00:23:39: Dort entscheiden und zu dieser Entscheidung stehen.

00:23:44: Als letzter Punkt, den wir noch eingefallen haben ist eigentlich so... mich bewusst mit dem Fortschritt auseinanderzusetzen, das wir jetzt als Einleitung kurz gemacht haben.

00:23:54: Ansehen was für einen Fortsschritt ist eigentlich auch schon passiert.

00:23:59: und da hat mir das Buch Factfulness einiges geöffnet.

00:24:05: Kennst du das Buch?

00:24:06: Nein, ich kenne ihn nicht.

00:24:08: Ja es hat ganz viele Fragen, diese Fragen sind inspiriert von diesem Buch wo man beantworten kann.

00:24:14: und am Schluss kommt eigentlich heraus dass tennenziell Wir Menschen, die Fakten über den Fortschritt schlechter beantworten als Schimpansen.

00:24:24: Also schlechter als der Zufall eigentlich.

00:24:27: Dass wir weniger als drei Auswahlmöglichkeiten haben, dass wir einfach schlechter sind als die Schimpanzen.

00:24:35: Schlechter als den Zufallen.

00:24:41: Der wichtigste und wertvollste Teil dieses Buchs finde ich der Hinderteil, was darum geht, dass die Autoren beschreiben so zehn Instinkte die wir in uns haben, also eigentlich beides oder Wahrnehmungsverzerrungen.

00:24:55: Und zweit davon möchte ich kurz vorstellen.

00:24:58: Das eine ist der Negativitätsinstinkt.

00:25:00: Glauben wir alle schon mal ein bisschen davon gehört aber gleich so das Bewusstsein machen finde ich extrem wichtig dass mir unser Hirn ist drimmt auf negative Nachrichten.

00:25:09: Es ist eigentlich ein Überlebensvorteil.

00:25:13: und aber ja negativen Nachrichten gewichten wir einfach als wertvoller als positive Nachrichten Und das nutzt die Medien vielleicht zum Teil auch aus.

00:25:23: Oder ja, diese Medien, die wir spannend finden, haben vor allem negative Nachrichten.

00:25:29: Das Zweite ist der Instinkt von der Kluft oder der Einfachheitsinstinkt.

00:25:36: Also dass eigentlich freiwachte Sichtweise dominieren.

00:25:40: Dass polarisierende Narrative auch dominieren, also z.B.

00:25:44: Norte gegen Süden... ...Mir gegen... die anderen, die oben, die supereichen.

00:25:51: Dass so einfache Kluften einfach unseres Wahrnehmensbild dominieren.

00:25:58: Die Realität hat aber sehr viele Zwischenstufen.

00:26:02: Also es gibt nicht die extreme Armut und die extreme Reichtum.

00:26:09: Es gibt die meisten Menschenlebenden zwischen.

00:26:14: Ja genau!

00:26:16: Also so dramatisierende, polarisierend narrative dominiert oft diese öftliche Vorstellung.

00:26:24: Viele Fortschritte werden einfach intuitiv nicht wirklich wahrgenommen, weil die extrem langsam passieren.

00:26:32: Also auch ein langsamer Fortsschritt ist Fortschied aber das Wartesnähe ist einfach extrem schwierig.

00:26:39: und spannend finde ich auch die Instinkte wo sie beschreiben, die wirken auch wenn man die kennt.

00:26:43: Ich meine den Negativitätsinstinkten haben wir vielleicht alle schon mal gehört dass man negatives Stärke gewichtet als positives und gleich passiert es immer wieder.

00:26:51: Es ist einfach ein Instinkt Kann man nicht einfach ausschalten?

00:26:58: Ja, jetzt noch eine Frage, die ich nur als Abschluss mitgeben möchte.

00:27:03: Vielleicht hier zuhörer, vielleicht auch an dich, vielleicht faltere ich gerade etwas innen.

00:27:07: Aber sonst würden wir das gleich beenden.

00:27:10: Ein bisschen kürzer gehalten, damit wir das nicht unnötig entlängert sind.

00:27:15: Wenn du heute dein Informationsverhalten halbieren würdest... Was würdest du strategissen aufbauen?

00:27:23: Das ist einfach eine Frage die ich mitgebe.

00:27:25: Falls du magst, kannst du etwas zu sagen.

00:27:27: Sonst ist es auch ... Spannend hiptop.

00:27:30: Weil ich schon viel Medien konsumiere?

00:27:34: Ich auch!

00:27:35: Wenn ich es halbieren würde... Ich glaube, ich würde mehr produktivere Sachen machen.

00:27:45: Und zum Teil denkst du halt über so ein Problem nachher, weil sie lesen ist.

00:27:50: Ja, das braucht schon viel Energie und ... Vielleicht kann man das so auf meine Prinzipien anbrechen.

00:27:58: Soffizient, ich muss jetzt wirklich alle Nachrichten durchlesen am Morgen.

00:28:02: Ja, spannend!

00:28:02: Dann

00:28:02: reicht es, wenn ich mir einfach ausziehe oder bewusst nachrichte und nicht nur schnell schlagzeilen will.

00:28:11: Weil mit der Schlagzeile ist auch nichts.

00:28:12: Da könntest du noch mal die negativen Fakten vielleicht... Das ist ja interessant.

00:28:19: Aber gleich finde ich es wichtig manchmal.

00:28:21: Das ist so.

00:28:22: die gesunde Masse finden, finde ich extrem schwierig.

00:28:29: Jetzt wenn man so eine negative Nachrichtung hat, bezog aufs Klima oder zu was führt das?

00:28:38: Wenn ich den Fall führte dazu dass man etwas in diesem Bereich macht.

00:28:42: Es fühlt.

00:28:43: vielleicht mehr zur Resignation.

00:28:45: Das ist schon ein bisschen, haben wir euch auch schon etwas davon gehabt.

00:28:50: Das ist ja eigentlich schon eine Gefahr wahrscheinlich.

00:28:55: Ja, wenn wir das abschliessen, so?

00:28:57: Ja,

00:28:57: gut!

00:28:58: Vielen Dank für die Input.

00:29:01: Und... Vielen Dank an Astos.

00:29:02: vielleicht?

00:29:03: Ja absolut, davon sein.

00:29:05: Vielleicht wollen wir uns noch einen Gedanken an Astoss geben.

00:29:09: Wir haben jetzt neue E-Mail Adressen, die ihr uns schreiben könnt.

00:29:12: Spammen.

00:29:16: SNH bindenstrich podcast.ch.

00:29:20: Da könnt ihr uns direkt erreichen, vielleicht Anregungen oder Kritik je nachdem was.

00:29:25: Wir nehmen etwas auf und lesen es

00:29:27: genau.

00:29:29: Sehr gut, Silvan!

00:29:30: Danke vielmals.

00:29:31: Wobei danke dir.

00:29:32: Und

00:29:33: bis zum nächsten Mal.

00:29:34: Yes wir gehören uns in einer Woche wieder.

00:29:37: Ciao.

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