SNH -3: Warum wir nicht tun, was wir längst wissen

Shownotes

Wir wissen mehr als je zuvor. Und trotzdem handeln wir oft nicht.
Warum fällt es uns so schwer, Wissen in echte Veränderung umzusetzen?

In dieser Folge sprechen wir über die Psychologie des Handelns, die Bedeutung von Visionen und die Frage, warum Menschen eher für eine attraktive Zukunft kämpfen als gegen eine düstere Prognose.

Im zweiten Teil reisen wir durch die Geschichte Europas und entdecken, dass unsere Beziehung zur Natur nicht immer so distanziert war wie heute. Von Aristoteles über die Allmenden bis zur industriellen Revolution fragen wir uns:

Wann haben wir begonnen, die Natur nicht mehr als Teil von uns, sondern als Ressource zu betrachten?

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00:00:00: Herzlich willkommen wieder zurück zur scheiss Nachhaltigkeit aus dem Podcast von mir aus Silvan.

00:00:06: Silvan, bist du schon

00:00:07: da?

00:00:07: Ich bin auch da!

00:00:08: Sehr gut,

00:00:09: freut mich.

00:00:11: Wie ist es?

00:00:12: Wunderbar und du?

00:00:13: Immer

00:00:13: noch wunderbar.

00:00:15: Immer noch wunderbar ja?

00:00:16: Ja bei mir auch, geht gut.

00:00:19: Freue ich mich wieder, dass wir hier zusammen sitzen.

00:00:22: Dass wir nochmal eine Folge machen.

00:00:24: Letztes Mal haben wir diskutiert wie die Qualität unserer Folge ist Ja schon amatörhaft, aber der Fahrer mal so weiter.

00:00:32: Aber ist ein spannender Weg?

00:00:34: Genau!

00:00:34: Ich glaube ich habe auch gesagt, unsere Mikrofonqualität ist gut... ...aber wie wir gesagt haben, wir hätten ja nicht der Anspruch, Stereo zu sein.

00:00:42: Wir sind Menschen und das soll man auch hören, dass

00:00:44: wir

00:00:45: Fehler machen oder whatever.

00:00:48: Sehr gut!

00:00:50: Letztes Mal haben wir eine interessante Theme besprochen.

00:00:53: Ich habe über Ding geredet.

00:00:56: Ding,

00:00:57: was haben wir schon wieder besprochen?

00:00:59: Über den Begriff der Nachhaltigkeit zu auffassigen aus anderen Kulturen.

00:01:04: Und du hast über Warnungen geredet und es sich auswirkt auf Menschen und auf die Nachhaltigkeits- oder Klimakrise usw.

00:01:16: Das geschmeiss ich.

00:01:18: Er hat das letzte Mal gesagt, er würde in diesem Podcast etwas auf dem Passierenden aufbauen.

00:01:26: Und ja, hast du etwas vorbereitet?

00:01:28: Ja.

00:01:28: Bist du bereit?

00:01:29: Ich gehe bei meinen Themen mehr auf die richtige Umweltpsychologie.

00:01:35: Merke ich gerade.

00:01:36: Das, was mich momentan interessiert...

00:01:39: Dann ist es los!

00:01:40: Ich lasse zu.

00:01:41: Ja von Wissen zum Handeln!

00:01:43: Wir gehen gleich rein.

00:01:44: Warum wissen allein nichts

00:01:46: verändert?!

00:01:47: Ich meine wir wissen so viel wie wahrscheinlich noch nie zuvor.

00:01:51: Wir haben Zugriffen auf so extrem viele Wisse.

00:01:56: konsumieren zu regelrecht?

00:01:58: Absolut, das merke ich auch bei mir.

00:02:00: Aber ich frage mich... Ich habe mich jetzt in Vorbereitung auf die Folge gefragt, an welchen Punkt können wir dann auch ins Handeln?

00:02:12: Ja man gehört viel so... Wir wissen viel aber ins Handel kommen wir nicht.

00:02:20: Ich persönlich sehe es ein bisschen anders, haben wir den letzten Folgen auch schon angeschaut und ich denke dass es geht mehr als wir denken, noch nicht genug.

00:02:29: Aber es geht schon vorwärts, sag ich mal.

00:02:33: Aber wenn wir eigentlich wissen, was wir handeln und müssen.

00:02:39: Und das geht's?

00:02:40: Ja, spannend!

00:02:44: Wir haben Zugriff auf extrem viele Informationen.

00:02:47: Wir haben für alles Mögliche Experten.

00:02:52: Wir orientieren uns auch sehr an Experten Aber relativ selten fühlen wir uns auch wirklich handlungsfähig und machen auch wirklich etwas.

00:03:09: Ja, man gehört ja viel so im Alltag oder ich höre viele im Alltagssohn.

00:03:12: Ich bin kein Experte in diesem Gebiet aber wenn ich das sage dann meine ich damit auch eine Art... ...ich weiss zu wenig darüber dass sich dort auch wirklich was machen kann.

00:03:25: Also du siehst du bist keine Experte?

00:03:28: Ich sage andere

00:03:29: Leute!

00:03:29: Wie sagen Sie

00:03:31: das?

00:03:31: Manchmal sage ich es wahrscheinlich, aber... Ja.

00:03:35: Ich bin Experte für mein eigenes Leben, aber sonst sehe ich mich nicht als Experte, sondern als Experten für Nachhaltigkeit oder

00:03:42: so.

00:03:43: Ich glaube, bei der ersten Folge hatte man gesagt, dass du etwas mehr als den Durchschnitt rutschst.

00:03:48: Übernachhaltigkeit?

00:03:50: Ja vielleicht ja.

00:03:51: Aber nicht alles.

00:03:53: Nein nein!

00:03:54: Also ich glaube ... Ja, ab welchem Punkt kann man sich Experten nehmen?

00:03:59: Ich glaube das hat viel mit Sichtbarkeit und Vermarktung zu tun.

00:04:04: Wenn man sich selber positioniert als Expert dann ist wir ein Experte wie wir als Experts wahrgenommen haben.

00:04:14: Wir arbeiten oder viele von uns arbeiten hauptsächlich im Kopf.

00:04:19: Wir sind eine Gesellschaft wo viele im Büro sind.

00:04:22: Wo viele um die Computerschaften.

00:04:24: ... die eben viel im Kopf schafft.

00:04:29: Ähm... Mit Denken enorm viel und ja, das Wissen in den meisten Fällen wäre eigentlich hier.

00:04:37: Wie es in der Handlung aussieht, da können wir uns sicher darüber streiten.

00:04:41: Also gerade auch wenn ich an die persönlichen Bereiche denke wie Rauchen, Säuchten Ich meine zu wissen ist hier.

00:04:47: aber wie es dann wirklich aussieht ist eine andere Sache.

00:04:51: Bewegung, Ernährungsgleichen Ja!

00:04:56: Meiner Meinung nach braucht's Folgendes, oder das ist das, was meine Gedanken darüber gemacht haben.

00:05:01: Ich wundere, was du darüber denkst, Bobi.

00:05:05: Zum einen braucht sich ein Problem Bewusstsein.

00:05:07: Da könnt ihr bei Warnungen dazu beitragen oder auch wissen, dass man wie weiss, hey ja, was das Problem ist?

00:05:17: Es braucht aber auch ganz wichtig eine innerliche Antriebe und eine klare Vision, die es angehen soll also was wir zum Beispiel erreichen möchte mit der Handlung, wer wir sein möchte.

00:05:31: Das Sinn Notwendigkeit muss wieder sein.

00:05:35: Also es wissen alleine lange einfach wie nicht.

00:05:37: Es braucht dazu noch eigentlich eine Richtung, also etwas wo man wie sieht wie sie könnte wenn er in das Handeln kommt und eine starke Motivation auch eine starche Motivations eigentlich.

00:05:52: Warum oder warum soll ich handeln?

00:05:54: Ja, voll!

00:06:01: Handeln ist unsicher.

00:06:04: Wissen ist viel sicherer, weil also handeln kann scheitern.

00:06:09: Man kann Fehler machen.

00:06:12: Wenn man Verantwortung übernimmt zum wirkliches Handeln kommen ... Ich glaube das wird sehr selten auch belohnt ein Ort.

00:06:21: Wie wir vielleicht auch in der letzten Folge schon etwas angeschnitten haben, ich glaube Wir sind so drüben darauf.

00:06:26: einerseits negativen stärkertes Gewicht Also es war auch ein evolutionärer Vorteil.

00:06:33: Eigentlich immer noch.

00:06:35: Aber ja, Handeln ist unsicher.

00:06:39: Das Gleiche ist bei grossen Themen.

00:06:42: Es gilt sowohl bei kleinen Themen wie Ernährung oder auch bei grösseren Themen wie Klimakrisen zum Beispiel.

00:06:50: Wir sind momentan umgegeben von Dystopien also wir haben die Weltuntergangsstimmung meiner Meinung nach.

00:07:01: Aber selten haben wir eigentlich eine Stoßrichtung.

00:07:03: Also eine Utopie oder eine grosse Vision, wie wir dann auch wirklich leben möchten wenn wir uns verändern, wenn wir in das Handeln kommen.

00:07:13: Ja... Ganz entspannende Punkt wie ich finde oder so ein bisschen einen Grundanahmen unserer Zeit.

00:07:22: wo mich wahrscheinlich für die gefährlichste Grundannahme halten ist wie wir über Wohlstand denken.

00:07:29: Das heisst, denken wir als wenn wir den weltweiten Wohlstand zusammennehmen, also alles was das weltweite Wohlstand hier ist.

00:07:43: Ist es ein fixer Kuchen die aufteilt wird?

00:07:48: Also gibt's einen riesen Wohlstände der einfach auftelt und ungleich auftellt wird an Leute?

00:07:57: Die einen kommen mehr, ein grösser Stück über dem Kuchen, die anderen nur ein Prösmerli.

00:08:03: Das ist so die eine Art zu denken.

00:08:07: Oder ist es ein Kuchen, der verteilt wird aber gleichzeitig immer grösser wird?

00:08:13: Wird den Wohlstand auch gleichzeitig immer größer?

00:08:17: Ich glaube wie wir über den Wollstand denken das macht enorm viel wie wir im Alltag handeln.

00:08:29: Wenn man in einer Logik von einem fixen Kuchen denkt dann bleibt... ist ja eigentlich grundanahm, wenn ich mehr Wohlstand habe, dann nehme ich das jemandem weg.

00:08:41: Dann hat jemand weniger Wohlstände.

00:08:44: Es führt zu Verzicht, Moral und auch einen Verteilungskampf.

00:08:49: Vielleicht ein Klassekampf?

00:08:53: Wenn ich aber als dynamischer Kuchen beim Kuchen bleibe, den Wollstand anzuschauen, wenn man sich so anschaut ... Ja der wird verteilt!

00:09:03: Er wird ungleich verteilt, er wird vielleicht auch unfair verteilt Aber im gesamten Wachster eigentlich.

00:09:11: Weil wir generieren mehr Wohlstand.

00:09:13: Wenn ich das so sehe, dann geht es um Verantwortung und Kreativität und um neue Werten.

00:09:22: Ja warum ist das die gefährlichste Grunde an meiner Meinung nach unserer Zeit?

00:09:28: Ich glaube... Die Grundhaltung entscheidet, ob wir nur verwalten, was wir eigentlich nur den Kuchen aufteilen können, Fähreversuche aufteilern, Ressourcenfähre versuchte aufteile Oder ob wir auch gestaltet, ob wir Innovation ermöglicht haben.

00:09:48: Ob es um ihr Versuchen zu besser machen.

00:09:51: Und vielleicht hörst du das schon raus?

00:09:52: Ich bin jemanden, der mehr an zweiteres Weltbild oder mich fürs Zweite entschieden hat.

00:09:59: Genau aus diesem Grund, weil ich glaube einfach... Ja!

00:10:03: Also ich sehe auch Fakten, die dazu heideten, dass der Kuchen wächst.

00:10:09: Auf welche Kosten ist eine andere Frage, aber einfach mal wenn wir den Wohlstand anschauen.

00:10:15: Die extremen Armut war von... also es war bei der Gesamtenmenschheit bei ca.

00:10:25: thirty-eight Prozent.

00:10:27: Heute ist es acht und halb Prozent, die in extremer Armut leben.

00:10:31: Das ist einfach eine Grenze, die man definiert hat oder?

00:10:35: Wenn wir auch darüber nachdenken, wie viel Zugang zur Elektrizität zu Wasser hat, sind das viel mehr als vor der Jahrtausendwende.

00:10:49: Die Lebenserwartung ist seit plus siebenundzwanzig Jahren, seit den Neunzehnfünfzigsten gestiegen.

00:10:55: Ich glaube es gibt fast kein Land, in dem die Lebenserwaltung noch unter Sechzungen ist.

00:11:03: Das ist auch etwas, was... also das bin ich mir nicht bewusst gewesen.

00:11:08: Das ist recht krass!

00:11:10: Für Kerstote fast halb so viel seit der siebenziger Jahre?

00:11:17: Genau.

00:11:18: Das sind ja einfach ein paar Zahlen zum... Ja.

00:11:25: Ich denke, dass Menschen sich lieber engagieren für etwas, das wachsen darf als für etwas die sie schrumpfen lassen.

00:11:33: Und ich glaube Das erklärt auch wieder etwas, warum Wissen alleine eben nicht langen.

00:11:39: Also wenn wir Wissen haben, bloß das Mindset in der Welt, dass sich von diesem fixen Kuchen aufgeteilt wird dann können wir im Bereich Schuld und Moralismus, die wir ja auch in der ersten Folge angeschaut haben Und auch in einer Lähmung eine Art Denn der Kuchen ist ja begrenzt Man darf ja nicht mehr nehmen weil sonst geht es jemand anderem schlechter.

00:12:03: Ich glaube wenn wir aber Wissen plus das dynamische Weltbild, dass der Kuchen auch gleichzeitig grösser wird wenn er verteilt wird.

00:12:13: Dann können wir viel mehr im Bereich Handlung, im Bereich Fortschritt Innovation.

00:12:21: Ich glaube, Handeln entstehen vor allem dort wo Menschen zukunft gestaltet dürfen nicht dort wo sie nur für die Sichten müssen.

00:12:31: und ich glaube es ist auch etwas ganz Wichtiges was wir uns vielleicht nicht fragen Wie wir zu mehr Wissen kommen, mehr Informationen.

00:12:43: Dass wir auch Menschen mehr aufklären können und mehr bilden können.

00:12:47: Und ich glaube viel wichtiger ist, dass wir uns ein Bild von einer Zukunft schaffen zum einen, die wir erleben möchten also eigentlich eine Richtung haben wo wir angehen.

00:12:59: Ich denke momentan ist es wirklich dominiert von... Also so ist unser Zukunftsbild dominiert bei uns.

00:13:09: Ich glaube, wir brauchen mehr Utopie.

00:13:15: Wir müssen wissen, was wir erreichen möchten.

00:13:20: Mein kleiner Ausflug von Wissen zum Handeln.

00:13:24: Vielleicht etwas ausgeschweift?

00:13:27: Aber ich glaube das erklärt ein wenig.

00:13:31: Aber dann höre ich heraus, wie du davon erzählst, dass wir als Menschen unsere Zukunft selbst erschaffen müssen und nicht von irgendwelchen... Was soll ich sagen?

00:13:43: Wo ihn jemand anderes erstellt hat, sondern wir müssen unsere eigenen Utopien erstellen.

00:13:48: Oder man muss den Menschen befeigen und jeder muss möglich sein zu dem Wandel beitragen zu können.

00:13:56: Nicht dass ich an einem Wandel ein Teil nehmen muss, das ich so nicht direkt unterschreiben kann.

00:14:04: Ja!

00:14:04: Ich denke, es ist schon wichtig, um sich als wirklicher Erfahrung zum Handlungsfähig zu bleiben... dass man wie auch ein Bild hat, das man auch ohne möchte.

00:14:17: Nicht einfach eines, was vorgegeben ist.

00:14:19: Ich glaube es ist ja das Problem mit der heutigen Nachhaltigkeitsdebatte, dass wir sagen müssen, die Leute sind nie gefragt worden ob sie das überhaupt wollen.

00:14:29: und dann kommt man halt nachher mit Verzicht, mit Zwingen und dann ist die Reaktion klar, dass man das nicht will.

00:14:35: Weil man ist nie gefragt geworden.

00:14:38: Glaubst du das eigentlich an alle Interessen daran?

00:14:40: Das Zukunft ist gut für alle.

00:14:44: Aber ja, wenn sie halt aufzwungen wird.

00:14:46: Das heißt auch was ist gut für alle?

00:14:48: oder das ist eine Definitionssache?

00:14:50: Klar, aber ich meine... Wenn es nur einzelne Leute definieren, statt grossen Massen definiert, dann ist schon Gefahr da, dass man sich sagt, dass einem das eben wie aufzwogen wird und dass man das muss machen.

00:15:08: Ja, stimmt!

00:15:10: Die Frage ist, wie schaffst du es, dass ein Bild generierst?

00:15:13: Oder vielleicht auch nicht eins.

00:15:15: Aber mehrere, die in eine ähnliche Richtung gehen.

00:15:19: Dass alle oder die Mehrheit oder einfach die wichtigsten im Boot sind.

00:15:23: Die, die einen wollen und etwas beitragen.

00:15:26: Ich glaube, der Großteil muss ja dabei sein.

00:15:28: oder die anderen.

00:15:30: Seid ihr dann jetzt mitgekommen?

00:15:31: Oder sind sie halt so klein, dass man keine Auswirkungen hat?

00:15:37: Ja, spannend!

00:15:39: Also ich glaube, dass sie wirklich Themen haben.

00:15:42: Ja eigentlich, das ist ein Truggler mir, weil es schon endlich die Lösungen haben wir alle heute oder wie man diesen Wandel bezwingen könnte.

00:15:49: Das liegt eher an der Umsetzung oder am Handeln, wie du sagst und ihr halt nur eine Einzelne zu sagen so und so muss man's machen.

00:15:58: Oder dort müssen wir herrennen?

00:16:00: Das ist unser idealer Bild.

00:16:01: ja dann... Ich schieße mich vielleicht wohl auch.

00:16:04: Ahja!

00:16:05: Ist halt die Frage eben vielleicht Dieses Ideal ist auch nicht unbedingt mein Ideal.

00:16:11: Ja gut, schlussendlich, ich glaube man würde nie das perfekte Ideal finden.

00:16:15: wo allen ins Bericht.

00:16:17: aber ich glaube, man muss darüber reden dass man eins findet

00:16:19: was

00:16:20: möglichst vielen entspricht.

00:16:22: so ein bisschen konsensmässig?

00:16:24: Ja absolut!

00:16:25: Das können wir in der Schweiz relativ gut.

00:16:29: Aber ja, in anderen Ländern ist es halt... Man sagt halt viele Länder haben andere Probleme als den Klimawandel Stimmt natürlich auch immer Wenn du früher stirbst und die Versorgung so schlecht ist, dann hast du vielleicht auch noch ein anderes Problem.

00:16:45: Aber ja, grundsätzlich muss man alle mit dir beziehen.

00:16:49: Oder?

00:16:49: Ist das doch deine Kernussage?

00:16:53: Also meine, du hast uns keine Lösung geboten, du bist

00:16:54: ja kein Problem

00:16:55: aufgezeigt!

00:16:56: Ja voll!

00:16:57: Ich glaube meine Kernussag ist dass die Welt an sich enorm viel beiträgt wie welche Richtung wir auch handeln.

00:17:08: Mit dem fixen Kuchen, mit dem wachsenden Kuchen.

00:17:13: Und dass wir uns vielleicht manchmal auch die falsche Frage stellen.

00:17:17: Ja... Was

00:17:19: denkst du da?

00:17:21: Die meisten Leute sehen der Kuchen in welche Richtung?

00:17:25: Ich weiss nicht die meisten aber ich sehe eine Tendenz, dass diejenigen was so ein bisschen... Ähm... Wie soll ich sagen sich... Ja eigentlich doch die meisten sehen es schon als fixer Kuchen So bei uns gerade in der Umgebung.

00:17:44: Vielleicht diejenigen, die im wirtschaftlichen Bereich sind, sie sehen es mehr als dynamische Kuchen.

00:17:51: Die, die auch wirklich ökonomisch unterwegs sind und alle anderen wahrscheinlich eher als fixer Kuchen, weil man sich darüber raufregt, dass diese Reichten so reich sind wie sie sind.

00:18:01: Das ist ein neues Fass, das wir aufmachen, aber ich glaube, es hanget sehr viel von diesem Weltbild eigentlich.

00:18:15: Wenn wir denken, das ist ein fixer Kuchen, dann nerven wir uns extrem über diejenigen, die mehr haben als die andere.

00:18:23: Natürlich.

00:18:25: Ich glaube es führt zu weniger, als wenn man das dynamisches Weltbild

00:18:31: hat.

00:18:32: Interessante Einblick in dieses Thema, das ich noch nicht so betrachtet habe.

00:18:38: Spannend ist auch eine Psychologie, die mich ziemlich interessiert.

00:18:46: Es braucht der Mensch für den Wandel.

00:18:49: Und dann kann man halt eben... Der Mensch nicht einfach ignorieren, sondern man muss genau darauf eingehen und schauen, was passiert, ob das psychologisch ist.

00:18:56: Sehr spannend!

00:18:57: Ja find's cool dass du noch in diesem Bereich aufgereift bist.

00:19:02: Ich mache ja meistens etwas komplett anderes.

00:19:04: Aber das finde ich auch extrem spannend.

00:19:06: Mir wundert, was du jetzt vorbereitet

00:19:08: hast.

00:19:08: In dem Fall wenn wir darüber gehen machen?

00:19:10: Sehr gerne,

00:19:14: ja.

00:19:15: Letztmal haben wir ... Also beim ersten Input ist jetzt meine Trilogie, sage ich jetzt mal.

00:19:20: Aber ich werde jetzt abgeschlossen endlich.

00:19:23: Bei meinem ersten Inpult ist natürlich der Umgang im Begriff Nachhaltigkeit entstanden.

00:19:27: Aus der deutschen Fortschwirtschaft kamen sie dann los in die erste Folge drei, weil er mehr darüber weiterfahren wollte.

00:19:34: Letztes Mal haben wir angeschaut wie sich dieser Begriff auf andere Kulturen bildet?

00:19:42: Also nachhaltigkeitsverständnis, nachhaltiges Definition oder Nachhaltigkeiten die der Sustainability aus dem Wort Nachhaltigkeit entstand, ist sehr westlich und ökonomisch beregt.

00:19:55: Und man hat herausgefunden, dass andere Kulturen – also Nordamerika, Indigene, Völker aus Asien oder Afrika – einen anderen Begriff oder ein anderes Verständnis für Nachhaltigkeiten haben.

00:20:12: Man hat gesehen, dass es sehr viel Natur verbunden hat!

00:20:16: Also, diese Begriffe werden mit sehr viel Naturverbundenheit verbunden.

00:20:23: Und haben wir darüber geredet?

00:20:24: Ganz am Schluss in der letzten Folge haben wir im Westen und in Europa immer so entfernt von Natur.

00:20:31: waren wir nicht früher vielleicht auch mal naturverbunden gewesen.

00:20:35: Und genau um das geht es in dieser Folge.

00:20:37: oder was ist passiert?

00:20:39: und wenn... Was hat dazu geführt dass wir uns vielleicht nicht mehr so... Dass wir nicht mehr nach Natur verbunden sind alte europäische Philosophie angeschaut.

00:20:51: Und ja, kurzgefasst kann man sagen, wir waren früher schon mehr Naturverbunden.

00:20:57: Aber es hat halt gewisse Entwicklungen dazu geführt, dass das etwas weg ist gekommen.

00:21:02: Vielleicht fangen wir mal an beim Alten Griechenland.

00:21:05: Aristoteles ist dieser Begriff oder?

00:21:07: Ja sicher!

00:21:08: Und er hat so zwei Begriffe definiert gehabt.

00:21:12: Ökonomia und Keramatistik Habe ich es richtig gelesen.

00:21:21: Crematistik.

00:21:23: Und diese Begriffe stehen im Gegensatz zueinander?

00:21:25: Sagen dir die Begriff etwas?

00:21:26: Die erste

00:21:28: habe ich mal gehört, aber ... Ich

00:21:31: glaube, Ökonomie führt zu Ökonomie.

00:21:38: Es bedeutet so viel wie die Haushaltsführung und das geht darum, dass man eine nachhaltige Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse hat innerhalb der natürlichen Grenzen.

00:21:50: Das heisst, man schafft mit dem, was man hat und man tut das achten, was wir haben.

00:21:55: Im Gegensatz dazu steht die Icherematistik.

00:21:58: D.h.,

00:21:59: die Streben nach Geldvermehrung um ihrer Selbstwille.

00:22:03: Das heißt Cash, cash, cash... Und das erste hat natürlich Gote als natürliche und ehrbar, dann so ein Erfolg.

00:22:11: Und das zweite natürlich unnatürlich und verwerflich.

00:22:17: Ob ich finde, wir sind heute in welchem Begriff dominant.

00:22:24: Und dann ist es schon krematistisch.

00:22:28: Ja, also wie würde man das so sehen?

00:22:34: Christliche Schapfungsbewahrung oder allgemeine christliche Philosophie?

00:22:40: über was hat die oder keine Ahnung bist du früher gegangen?

00:22:45: Kirchliche Unterweisung.

00:22:48: Ja, ja...

00:22:49: Ist das ein Thema gewesen oder nicht?

00:22:52: Nicht mehr weil ich einfach gegangen bin, aber zum Kollegen treffen, sagen wir es mal so in der Unterricht.

00:23:01: Aber ja, nicht.

00:23:02: dass er hier fachlich etwas gelernt hat ist

00:23:04: ... Vielleicht schon auch, aber wüsste jetzt gerade nichts was!

00:23:09: Ja, ich meine ihr Bibel gibt's den Begriff macht euch die Erde untertan.

00:23:17: Genau, genau.

00:23:18: Das habe ich auch schon gehört.

00:23:21: Es gibt verschiedene Auffassungen von diesem Satz?

00:23:24: Genau.

00:23:25: Meine E-Auffassung ist natürlich, dass man die Natur ausbüten kann und uns damit machen, was wir wollen.

00:23:33: Aber auf der anderen Seite hat es natürlich auch diese christliche Pflicht zur Bewahrung vor Schöpfung.

00:23:38: D.h.,

00:23:38: alles das Gott geschaffen hat muss bewahrt werden, muss geschützt werden.

00:23:44: Die sogenannte Kustodia Mundi

00:23:47: Das ist ein

00:23:49: latinischer Begriff, also katholisch eher.

00:23:51: Aber wir wissen was es geht oder es geht darum... dass alles das Gott erschaffen hat, ist sein Werk und man muss Respekt voll mit dem Umgang erhalten.

00:24:03: Und ich glaube auch hier ist wieder Interpretation.

00:24:07: Also ich meine, mit diesem macht euch die Erde untertanen, Leute haben das gelesen.

00:24:12: Interpretiert wie sie wollen uns nachher so Aufgenommen, so kann er legitimieren.

00:24:18: Das ist immer auch bei der Religion viel so wie in den religiösen Schriften, dass es eine Interpretationssache ist.

00:24:26: Franz von Assisi war so ein Glehrter und wurde schon heilig gesprochen.

00:24:32: Er hat einen literarischen Text geschrieben, ein liedänglicher Sonnengesang.

00:24:39: Und dort war er der erste, der redet, dass der Mensch die Krönung der Schöpfung ist Was aber nicht heisst, dass er über die Natur gestellt wird.

00:24:52: Sondern dass er auf dem gleichen Niveau ist wie die Natur.

00:24:56: Das war natürlich zu diesem Zeitpunkt schon ein bisschen ein Schock der Leute.

00:25:01: Man hat den meisten davon ausgegangen, dass der Mensch alles obersteht und er kann alles machen.

00:25:05: Okay!

00:25:06: Und wie meinst du das?

00:25:10: Der Mensch ist Krönigverschöpfung.

00:25:12: Er

00:25:12: ist jetzt sehr religiös-philosophisch von mir hier.

00:25:18: dass er nicht über der Natur steht, sondern Teil von Natur und Umwelt ist.

00:25:26: Verstehst du wie ich meine?

00:25:27: Ich glaube

00:25:27: ja.

00:25:27: Genau.

00:25:29: Und es war halt ein bisschen schockig, weil man davon ging, dass der Mensch top

00:25:32: eines ist

00:25:33: und alles andere folgt.

00:25:35: Ja.

00:25:36: Nachher hat es noch andere Auffassungen gegeben.

00:25:39: Gemeingutordnungen.

00:25:41: Alman, sagt ihr das etwas?

00:25:44: Kennen wir ja in Schweizer relativ gut.

00:25:45: Gibt's hier noch viel?

00:25:46: In der Stadt heisst es einen Teil Alpen.

00:25:54: Genau, und das ist ein grosses Teil des ländlichen Bevölkerungs.

00:25:59: In den Dörfern hatte ich so Almengebieten.

00:26:01: Das war ein Gemeinschaftseigentum und das war als System organisiert.

00:26:06: Es konnte Wälder sein, Weiden, Gewässern oder genau so Sachen.

00:26:12: Und diese sind gemeinschaftlich nach strengen Mündchen überliefert erregelt.

00:26:16: bewirtschaftet worden.

00:26:17: Und da ist es natürlich auch darum gegangen, dass die nächste Generation genau gleich von diesem Gebiet profitieren kann wie wir jetzt.

00:26:28: Gibt's diese Almenden heute noch?

00:26:30: Oder werden sie genau gleich noch so...

00:26:32: Es gibt glaube ich weniger Regeln, die verbindlich eingehalten werden.

00:26:36: Also wenn man sich meinen Allmann für mich ein See ist und man muss schauen, dass er nicht überfischt wird,

00:26:44: dann kann man genau so sehen.

00:26:46: Und das kann man vielleicht ein wenig verbinden zu diesem irokaisischen Philosophie, von der letzten Generationenprinzip.

00:26:55: Das ist ein bisschen das Bandeau von Europa und die Allmend, dass wir es gebildet haben und davon profitieren können, wo man gut leben kann – aber das muss für alle länger.

00:27:03: Dazu muss man so schauen!

00:27:07: Nichts in Europa zurzeit auch Alchemisten geben.

00:27:11: Auch diese haben Natur Anklugten als lebendige, beselte Organismus.

00:27:16: D.h.,

00:27:17: dass alles in der Natur eine Seele hat und die gehören zur Theramatermutternatur oder zur anima mundi, also zur Weltseele.

00:27:28: Da haben wir wieder zusammenhängt zu den Themen, die man letzte Mal anklugte, damit alle auf der Welt zusammenhängen, dass es eine Seelei ist.

00:27:35: Auch in Europa gab sich jetzt diese Philosophie.

00:27:41: Und das ging darum, im Einklang mit der Natur leben muss und nicht, dass man es beherrscht.

00:27:48: Genau darum, weil die Natur oder das System setzt Rahmenbedingungen für ein gutes Leben.

00:27:54: Und wenn wir diese Rahmenbedinger überschreiten, bekommt man halt mehr, aber man hat dafür andere negative Entwicklungen.

00:28:06: Nach einer Stufklärung kam die Zeitperiode von Romantik und den Russo.

00:28:12: Das ist der Abgriff... hat schon da kritisiert, dass sich der Mensch zu sehr von der Natur davon entfremdet.

00:28:23: Und es hatte natürlich einen Grund, warum das so gekommen ist.

00:28:26: Weisst du warum?

00:28:29: Welches Ereignis hat dazu geführt, dass der Mensch hier in Europa eine Entfremde des Schwördes für die Natur

00:28:40: war?

00:28:40: Industrialisierung!

00:28:41: Genau.

00:28:42: Das war die industrielle Revolution.

00:28:45: Vielleicht noch zur Romantik.

00:28:46: Goethe war ein sehr bekannter Vertreter und hat die Natur ziemlich idealisiert.

00:28:51: Er schrieb es sehr schön, weil er auf seinem Philosophie stand, dass alles ganz heit ist und gehört alles zusammen.

00:29:04: Man muss dazu schauen.

00:29:06: Und auch er hat schon die beginnende Industrialisierung bezüglich.

00:29:16: Das Schlagort ist gefallene industrielle Revolution.

00:29:20: Was ist denn passiert?

00:29:23: Ja, Fabriken sind entstanden

00:29:24: oder?

00:29:24: Fabrike sind entstanden.

00:29:26: Kapital ist entstanden.

00:29:29: Hat es vorher noch nichts?

00:29:31: Mal jetzt geben aber da hat sich das natürlich ganz anders einfach entwickelt.

00:29:36: Aber die industriellen Revolution ist nicht nur technologisch sondern sehr geistig oder ein metaphysisches Umbruch zu sein eigentlich in Europa.

00:29:46: Und das alte Verständnis wurde in mehreren Schritten zerstört, durch die Industrielle Revolution.

00:29:55: Die Wissenschaft von Newton und von anderen Wissenschaftlern dieser Zeit haben dazu geführt, dass das Universum – oder sie hat versucht das Universums als Maschine zu erklären.

00:30:07: Das heißt es ist ein mechanisches Weltenbild geworden.

00:30:11: Ein Universal-Urwerk.

00:30:13: Naturisch zum Toten berechenbarer Objekt worden.

00:30:17: Die sogenannte Thera-Mater, die eine Seele hatte, wurde zur toten Materie.

00:30:22: Man kann ohne moralische Bedenken zerlegen und nutzen.

00:30:27: Auch weiterer Gelernt hat formuliert, man müsse die Natur foltern um ihre Geheimnisse zu entlocken.

00:30:37: Und das Wissen ist alles, dass sie in einem Paradigmen geworden wurden, wo man gefolgt hat.

00:30:42: Also dass die Natur eigentlich tot ist, dass es keine Seele gibt oder dass man sie für seine eigenen Zwecken nutzen kann Was natürlich ziemlich im Kontrast steht, was vorher war.

00:30:52: Dass wir dazu schauen müssen, dass es ihnen gut geht und es uns auch gut geht.

00:30:55: Auf jeden Fall hatte sie keinen Wert mehr.

00:30:57: Sondern man nutzte nur noch für sich selbst als Individuum.

00:31:03: Und die Training vor Geist- und Materie hat dazugeführt, dass diese eben seltenlose Automaten sein worden, wie ich das gelesen habe.

00:31:14: Natürlich ist einfach nur eine Ressource gewesen... Die Verbundenheit oder die Verwandtschaft hat nicht mehr existiert.

00:31:22: zur Natur.

00:31:23: Sie war uns wirklich untergegeben und da gewesen, um sich zu nutzen.

00:31:29: Natürlich auch der aufgekommenen Kapitalismus, das mit der Industrielle Revolution einhergeht, hat das Streben nach grenzenlosen Geld für Mehrung gefördert.

00:31:43: Und jetzt weisst du noch was Aristoteles gesagt hat?

00:31:45: Die Chromatistik wurde natürlich salonfähig.

00:31:52: Der Zweck des Wirtschafts war nicht die nachhaltige Versorgung von dem Haushalt, sondern das endlose Wachstum und der Kapitalakumulation.

00:32:03: Die Natur wurde zum Kostenlosen oder zum Gratisimput geworden um alles zu erreichen.

00:32:10: Man hat Almenda einfach zerstören, man hat es privatisiert, was früher allen gehört hat, jetzt einzelne gehört Und viele der Landvervölkerung hatten ihm das Leben.

00:32:27: Sie mussten von dieser Allmähn profitieren, sie mussten flüchten in die Lohnarbeit in den Fabriken.

00:32:38: Was sehr wichtig ist und das hast du auch schon angesprochen, ist diese lineare Zeitvorstellung.

00:32:43: Das heisst früher hat man in zyklischen

00:32:48: Zeiten

00:32:48: ... Oder man denkt, dass es zeitzüglich ist.

00:32:50: Also Jahreszeit der Generationen.

00:32:52: Das wiederholt sich.

00:32:54: Und mit der industriellen Revolution ist die lineare Zeit gekommen.

00:32:58: D.h.,

00:32:58: wir gehen nur noch vorwärts und fortschreiten.

00:33:03: Die Zukunft soll besser sein – und wie sie jetzt ist muss nicht bewahrt werden, weil die Zukunft wird besser sein als die Gegenwart.

00:33:10: Und das sieben Generationsdenken ist gewichen am Quartal zu denken, was man heute noch hat.

00:33:15: Man denkt also in diesen Perioden... Es ist natürlich auch wieder züglich.

00:33:21: Aber man sagt, in diesen drei Jahren müssen wir das erreichen und dann geht es weiter Tag-Tag-Tage.

00:33:25: Das muss immer wie mehr sein.

00:33:26: Wir wollen nicht das sein, was wir jetzt sind, sondern etwas anderes sein, das besser ist.

00:33:32: Wenn es schon gut ist, wo wir jetzt sein, dann ist die Frage, warum wir es noch besser haben.

00:33:39: Und Max Weber hat von der Entzauberung der Welt gesprochen.

00:33:44: Ist er nach Fluss usw?

00:33:52: Allgemein, die Weltfluss war keine Gottheit mehr.

00:33:55: Es gab natürlich auch in Europa Kulturen, wo Natur als Gott hat angeschaut.

00:34:01: Die Flüsse waren keine Gotheite mehr, sondern ein Transportweg an Wasserkanälen.

00:34:08: Der Wald war kein lebendiges Organismus mehr, es war nur eine Holzfabrik, um sich bedienen zu können.

00:34:15: Und ja, das führte alles dazu, dass diese ethische Dimension war.

00:34:20: oder die etische Beziehung, die man zur Natur hatte, einfach verschwinden.

00:34:26: Ja?

00:34:28: Was sagst du dazu?

00:34:29: Ja sehr aufschliessreich habe ich so in dieser Mischung noch nie darüber nachgedacht, das wäre spannend.

00:34:39: Ja und ich glaube wirklich der Grund warum wir heute an diesem Punkt sind ist eine absolute industrielle Revolution.

00:34:47: Und man muss so sagen!

00:34:48: Wir wären nicht da, wo wir heute sein.

00:34:51: Absolut.

00:34:51: So in diesem Wohlstand ohne die industrielle Revolution, aber wir haben Dramabedingungen verlassen und jetzt bekommen wir langsam die Rechnung dafür oder?

00:35:02: Ja spannend!

00:35:03: Also die Natur ist natürlich auch viel weniger... Wir sind ein viel weniger abhängig im ersten Moment der Natur.

00:35:12: Die Natur kann auch schrecklich sein.

00:35:13: Es gibt Unwetter, es gibt Tiere, die ich auf dem Norden Spektrum habe zum Teil Wenn du wirklich so voll in der Natur lebst, aber

00:35:24: ja.

00:35:25: Vielleicht kommen wir noch mal zurück zur Forschwirtschaft zum Karlowitz wo der Begriff Nachhaltigkeit geprägt hat und das ist natürlich wichtig gewesen dass man den Wald jetzt als Holzfabrik verstanden hat.

00:35:39: Das Ziel war nicht mehr die langfristige Stabilität des Okkosystems zu erhalten damit man immer wieder von profitieren kann sondern dass man die Maximierung vom nachhaltigen Ertrag generiert.

00:35:53: Das heißt, man versucht möglichst viel auszunehmen aus dem was es gibt und soviel zu brauchen ist das nächste Jahr auch noch mal so viel zu geben.

00:36:02: Also es geht wirklich um die Maximierung.

00:36:05: Ja also ist die ganze oder der Sinn von Nachhaltigkeit im Einklang mit der Natur also den periodischen Abläufe den zyklischen Ableuch zu folgen natürlich verschwunden.

00:36:20: ja düster Du hast einen Abschluss.

00:36:24: Wir

00:36:25: sind

00:36:26: heute in einer Zeit, an der wir immer noch das lineare Zeit denken haben.

00:36:35: Das ist meine Erkenntnis und wir sind sehr empfrandet von der Natur.

00:36:40: Viele Leute gehen selten in die Natur... Und viele Leute verstehen nicht, dass die Natur, wo wir es zum Beispiel in der Schweiz haben, das alles Menschen gemacht hat.

00:36:48: Kulturlandschaft ist nichts Natürliches im weiteren Sinn.

00:36:52: Das ist ein anderes Thema.

00:36:55: Ja, wir schauen vielleicht auch unser Mensch als Maschinen an, zum Teil.

00:37:00: Also so werden sie mehr reparieren?

00:37:03: Ja, wenn du die Medizin angeschaut hast... Man versucht zu reparieren, dass es möglichst wieder funktionsfähig ist.

00:37:14: Ja, spannend.

00:37:17: Und ich glaube, heutzutage gibt es so drei Gruppen oder vielleicht zum Abschliessen.

00:37:20: Es gibt die, die nicht nachhaltig waren.

00:37:22: Es sind die, welche weihnachhaltig war, aber nichts weinändern.

00:37:32: Also ja, verstehe ich schon, dass es diese, die effektiv nachhaltige waren.

00:37:37: Das natürlich die kleinste Gruppe ist.

00:37:40: und dann gibt's halt eben wie schon gesagt die, der gerne weih nachhaltiger war, alles machen, was ich könnte machen.

00:37:51: Und wie schon gesagt, diejenigen, die ... Ja dann ist scheisse geil, die machen einfach nichts.

00:37:55: Und ja, ich meine zur letzten Gruppe kann man wirklich sagen das ist einfach nur Egoismus und es ist einfach Dummheit oder?

00:38:04: Also zu denen, die nicht wollen nachhaltig

00:38:05: sind.

00:38:06: Ja, weil ich meine als Mensch, du machst dir alles kaputt, wo eigentlich auch du gerne hast.

00:38:14: Und das geht mir nicht ganz auf.

00:38:17: Die Frage ist halt... Schaffst du es in einem per se nicht nachhaltigen System wirklich nachhaltig sein?

00:38:25: Ich

00:38:26: glaube das ist ein guter Punkt, was du jetzt gesagt hast.

00:38:28: Ein nicht-nachhaltiges System.

00:38:31: Das System bestimmt vieles oder?

00:38:33: Ja.

00:38:36: Ist Frage, schaffst sie es?

00:38:38: Dann gibt's die dritte Gruppe, die effektiv nachhaltige sind.

00:38:43: Gibt's diese in unserem System?

00:38:50: Mein Glauben ist aber sehr wenige.

00:38:54: Weil es fast nicht möglich ist, weil halt die Systeme so viel vorgibt.

00:38:56: Und hast du jemand im Kopf oder eine Beschreibung von einer solchen Person?

00:39:03: Wenn wir jetzt vor Gesellschaft als ganze Welt reden, dann sind das Gruppen vielleicht Naturfölkern.

00:39:12: Die

00:39:12: Rückstängende sind in unserer Art wie wir das definieren.

00:39:19: Aber das System ist ein sehr guter Ausgangspunkt.

00:39:24: Und ist der Weg vielleicht um wieder rückständig zu werden?

00:39:29: Ja, rückständig

00:39:30: vielleicht nicht, aber genau!

00:39:31: Das werden wir in den anderen Folgen noch weiter anschauen.

00:39:35: Aber ja so weit wäre es von meiner Seite gewesen.

00:39:37: Hast du noch Fragen Silvan?

00:39:39: Ich war sehr aufschlussreich.

00:39:40: Ein

00:39:41: bisschen düster und am Schluss etwas dunkel... Die

00:39:44: Frage ist jetzt was?

00:39:46: Oder wieder vom Wissen zum Handeln kommen.

00:39:49: Was

00:39:49: machen wir damit?

00:39:52: Aber ja, vorerst, was wir machen ist die Folge abschliessen und dann hören wir euch nächste Woche wieder oder nein, wir nicht euch, ihr hört uns!

00:40:04: Ja, Silvan?

00:40:06: Wo bin

00:40:06: ich?

00:40:07: Merci vielmals und bis zum nächsten Mal.

00:40:10: Bis zum nächsten mal.

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